Schutz vor Malware- und Phishing-Websites: So funktioniert es
Jedes ProxyVPN-Konto ist standardmäßig vor Malware- und Phishing-Websites geschützt — die Verbindung wird unterbrochen, bevor die Seite überhaupt laden kann. Schauen wir uns an, was das in der Praxis konkret bedeutet, worauf die Filterung basiert und wie man sie bei Bedarf abschaltet.
Was genau blockiert wird
Der Filter stützt sich auf zwei offene Quellen, die jeweils täglich aktualisiert werden: URLhaus von abuse.ch — eine Liste von Domains, die gerade aktiv Schadsoftware verbreiten, und OpenPhish — ein Feed aktiver Phishing-Seiten (gefälschte Login-Seiten für Banken, Krypto-Wallets, E-Mail-Dienste). Die Listen werden zusammengeführt, von Duplikaten bereinigt und automatisch auf alle Server angewendet — der aktuelle Bestand liegt bei rund 700 Domains.
Wie das technisch funktioniert
Die Blockierung erfolgt auf Ebene des Traffic-Routings auf dem Server: Beim Verbindungsaufbau sieht der Server, welche Domain angefragt wird (über den SNI in der TLS-Verbindung), und falls die Domain auf der Liste steht, wird die Verbindung sofort unterbrochen — bevor Ihr Gerät auch nur ein einziges Byte der Seite erhält.
Das ist weder ein Austausch der DNS-Antwort noch ein Abfangen von Seiteninhalten: Der Dienst sieht und protokolliert weiterhin nicht, welche Websites Sie normalerweise besuchen. Die Regel greift nur bei exakter Übereinstimmung mit einer bereits bestätigten Schaddomain aus der Liste — den restlichen Traffic analysiert oder speichert der Filter nicht.
Wie man ihn abschaltet
Der Filter ist standardmäßig für alle Konten aktiv. Falls er stört — etwa weil er fälschlich eine benötigte Ressource blockiert hat — können Sie ihn im Kundenkonto, in den Abo-Einstellungen, deaktivieren. Da dies gemeinsame Routing-Regeln für alle Kunden betrifft, wird die Abschaltung manuell bearbeitet: meist innerhalb von 1-3 Stunden, spätestens innerhalb eines Tages.